Basics

Dein erster Schritt zur finanziellen Flexibilität

Flexibilität

»Die Rente ist sicher!«, tönte Norbert Blüm am 10.10.1997 im Deutschen Bundestag.
20 Jahre später ist klar, dass wir wahrscheinlich eine staatliche Rente bekommen. Die Frage ist nur wann, denn im Bundestagswahlkampf 2017 sprach bereits Wolfgang Schäuble von einer Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahren. Kanzlerin Angela Merkel widersprach zwar und will weiterhin am Renteneintrittsalter von 67 Jahren festhalten.
Unter diesen Rahmenbedingungen ist es für Dich wichtig, dass Du finanzielle Flexibilität erlangst. Damit machst Du Dich von künftigen politischen Entscheidungen unabhängiger.

Denn die zentrale Frage ist, ob Du bis zu diesem hohen Renteneintrittsalter arbeiten willst und vor allem kannst.

Zwar steigt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland kontinuierlich an und liegt derzeit bei über 80 Jahren (Männer: ca. 78,5 Jahre, Frauen: ca. 83,5 Jahre), aber unsere Leistungsfähigkeit wird im Alter ganz sicher abnehmen.
Zahlreiche Berufe werden wir im höheren Alter einfach nicht mehr ausführen können. Büroarbeit ist möglicherweise im Alter noch bedingt machbar, solange der Rücken und Co. stabil und der Geist fit bleiben.

Was macht aber dann der Teil der erwerbstätigen Bevölkerung, die durch harte körperliche oder stehende Arbeit das tägliche Brot verdienen und nicht bis 67 Jahren oder länger arbeiten können?

Durch regelmäßiges Sparen und Investieren finanzielle Flexibilität erlangen.

Der Begriff der finanziellen Freiheit ist mittlerweile ein großer Trend in Büchern, Hörbüchern und natürlich im Internet. Der Zustand der finanziellen Freiheit wird häufig als vollständige finanzielle Unabhängigkeit von Anderen beschrieben, bei dem die Lebenshaltungskosten aus Kapitalvermögen und/ oder passivem Einkommen gedeckt werden können.
Für Viele erscheint dieser Zustand jedoch finanziell unerreichbar und bleibt maximal ein Traum.

Viel entscheidender finde ich es jedoch, dass wir finanziell flexibel werden und unsere Abhängigkeit von Anderen deutlich reduzieren. Wäre es nicht toll selbst entscheiden zu können, wann Du in Rente gehen kannst? Oder würdest Du nicht gerne Deine wöchentliche Arbeitszeit reduzieren und die finanziellen Einbußen selbst kompensieren können? Wie würdest Du Dich entscheiden, wenn Dein Traumjob zu besetzten wäre, dieser aber schlechter bezahlt wäre? Etc.

Es geht also nicht primär darum, in kürzester Zeit möglichst viel Geld anzusammeln und dann nicht mehr zu arbeiten, sondern um die Freiheit und das Selbstbewusstsein zu erlangen, berufliche und private Rahmenbedingungen ohne Geldnöte selbst gestalten und verändern zu können.

Das kann ich unmöglich schaffen!

Wenn Du dabei zwei wesentliche Elemente berücksichtigst, dann ist das gar nicht mal so schwer, nämlich

  • so früh als möglich mit dem Sparen und Investieren beginnen und
  • möglichst stetig sparen und investieren.

Der vermeintlich sparsame Michel brachte es in 2015 einer OECD-Studie zufolge auf eine Sparquote von rund 10%.
Das durchschnittliche monatliche Netto-Einkommen in diesem Jahr lag je nach steuerlicher Veranlagung zwischen 2.193 und 2.578 Euro.
Deshalb können wir davon ausgehen, dass der durchschnittliche Deutsche etwa 200 EUR pro Monat seines Nettoeinkommens sparen kann.

Beginnst Du also im Alter von 20 Jahren monatlich 200 EUR zu sparen und zu investieren, dann wirst Du sehr wahrscheinlich 40 Jahre später mehr als 300.000 EUR auf der hohen Kante haben. Von diesem Vermögen könntest du 28 Jahre leben und dabei monatlich über 1.750 EUR brutto verfügen. (Siehe Graphik)

Kapitalentwicklung
monatliche Sparrate 200 EUR, monatliche Entnahme 1750 EUR ab 60. Lebensjahr, Netto-Rendite 4,8% p.a.

Hältst Du das für unrealistisch?

Nun ja, Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.
Rückblickend hättest Du bei einem Investment im weltweit diversifizierten MSCI World Index lt. Finanztip in jedem beliebigen 15-Jahreszeitraum seit 1975 eine durchschnittliche Rendite von 7,7% erzielt. Und das Beste ist, dass Du in keinem der 15-Jahreszeiträume einen Verlust erlitten hättest.
Ziehen wir hiervon eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,9% p.a. ab, dann erzielen wir die im Beispiel kalkulierte Netto-Rendite in Höhe von 4,8% p.a.
Machen wir uns also gemeinsam auf eine lange und erfolgreiche Reise zur finanziellen Flexibilität…

»Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt.«Laotse

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